Karin Kuna

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Fakten

WIN-Strategie Land Niederösterreich

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Die WIN-Strategie: Viel Lärm im „Nichts“?

Mit der Zeit entwickelt sich bei gelernten Umwelt-Aktiven eine natürliche Übersetzungshilfe, was bestimmte Inhalte in der Berichterstattung über Verkehrsvorhaben betrifft.
Ist von Ausbau für mehr Verkehrssicherheit die Rede, dann ist eine 4-spurige LKW-Rennstrecke geplant. Wird Straßenausbau verniedlicht als „Ortsumfahrung“ dargestellt, so ist davon auszugehen, dass die Ausbaustrecke rund 4,9km lang geplant ist – denn damit wird eine UmweltverträglichkeitsPrüfung (UVP) umgangen, die erst ab 5km erforderlich wäre. Ist diese Ortsumfahrung auch noch notwendig, wegen einer „Entflechtung des Durchzugverkehrs“, dann ist klar, dass es um eine zukünftige Transitroute geht.

Sicher ist ein derartiger Ausbau vor allem dann, wenn das betroffene Gebiet zur Leader-Region ernannt wurde und vor allem die ansässigen Landwirte (die meist auch die Grundstückseigentümer sind) mit erklecklichen Fördersummen erst geködert und dann mundtot gemacht werden. Dass sie ihre Produkte an einer zukünftig verlärmten und verschmutzten Straße schlecht bis kaum noch verkaufen können, wollen die meisten im ersten Geldregen nicht sehen. Beim Blick in die Tiroler Zukunft von Niederösterreich: Wer kennt das Inntal wegen seiner besonderen Obstsorten oder der beschaulichen Radrouten? Eben.

Die WIN-Strategie für Niederösterreich. Hier sind die zukünftigen, strategischen Planungen und Vorhaben fein säuberlich angeführt und aufgelistet. Auch die Straßenausbau-Vorhaben in den so genannten
Verbindungsachsen (als rosa Striche erkennbar). Dazu ist auf Seite 14 nachzulesen:
„Verbindungsachsen sind hochrangige bzw. überregional wichtige Verbindungen, die eine hohe verkehrliche Bedeutung aufweisen, an denen aber keine intensive wirtschaftliche Entwicklung bzw. Ausbreitung der Siedlungsgebiete beabsichtigt ist.“

Aktualisiert ( Dienstag, 13. Januar 2009 um 19:47 ) Weiterlesen...
 

Gesundheitsrisiko: Feinstaub im Boden

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Verdrängtes Gesundheitsrisiko zum Thema „FeinstaubSanierung-Gebiet“ -
Feinstaub (PM)* trägt Krebs erregende Schadstoffe (PAKs*) in den Boden!

*) Erklärungen am Ende des Artikels I

I.wissenschaftliche Erkenntnisse
II.österreichische Lösung
III.Gefahrenpotenzial "Transit" für Trinkwasser

I.
Was in der Luft ist, gelangt unweigerlich, zum Beispiel durch Regen, in den Boden – Feinstaub zum Beispiel, der etwa mit Dieselfahrzeug-Abgasen in die Luft geblasen wird. Besonders an diesen winzigen Rußpartikeln hängen sich Schadstoffe in recht großer Menge und besonders fest an, wie etwa PAKs*) unter denen viele Verbindungen als Krebs erregend gelten. Sie reichern sich schleichend in den Böden an und auch an Wurzeln (Aufnahmen Elektronenmikroskop, Uni Tübingen/ Deutschland).
Die Untersuchungen zum Thema sind zum Teil in das große EU-Umweltforschungsprojekt „AquaTerra“ eingebunden, das 45 Kooperationspartner in zwölf EU-Ländern umfasst und vom Zentrum für Angewandte Geowissenschaften (ZAG) und der Attempto GmbH der Universität Tübingen (Deutschland) geleitet wird.

Boden ist mehr als die oberste Schicht der Erdrinde – er ist die Schnittstelle von Erde, Luft und Wasser. Im Boden wachsen Lebensmittel, er ist Wasserfilter-Anlage und zugleich Lebensraum. Der respektlose Umgang mit Mutter Erde hat alarmierende Folgen, denn gerade die Ressource Boden braucht für eine Sanierung – falls diese überhaupt möglich ist – Jahre, oft Jahrzehnte. Ob nun die hohe Feinstaub-Belastung in vielen Regionen zu Langzeitfolgen führt, weil durch die Anlagerung von PAKs*) im Boden das System auch eventuell kippt, kann heute nicht eindeutig beantwortet werden:
Werden die chemischen Verbindungen abgebaut?
Gelangen sie ins Grundwasser?
Welche Gefahr geht von einer schleichenden PAK-Anreicherung im Boden aus?
Die Aufnahme in Nutzpflanzen kann nicht ausgeschlossen werden – wie hoch ist die Gefährdung für Menschen?
Was sind die Folgen für Landwirtschaftsbetriebe? Wie reagieren PAKs auf chemische Dünger, Hybrid-Saatgut, Pflanzen- und Spritzmittel im „toten Boden“ der konventionellen Landwirtschaft? Sind Böden in Bio-, vor allem Demeter-Bewirtschaftung besser geschützt (Mikroorganismen als reinigende Helfer) oder mehr gefährdet?

Aktualisiert ( Dienstag, 13. Januar 2009 um 19:19 ) Weiterlesen...
 

Wie kann es das geben? Das habe ich ja nicht gewußt!

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Die Informationspolitik seitens der ASFINAG/ des Landes Niederösterreich ist... mir fällt keine höflichere Formulierung ein als "manipulativ". Speziell bei Straßenbau-Vorhaben wird in der Anfangsphase die Verniedlichungsform gewählt, damit die Menschen in den Regionen auch tatsächlich glauben, dass nur für sie gebaut wird. Ein Blick auf das "übergeordnete, europäische Straßennetz" lohnt sich - denn entsprechend entwickeln sich dann die Verkehrsströme:

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Am Beispiel S 34-Traisentalstraße etwa müssen die PendlerInnen als Argument herhalten - bei der Donaubrücke Grafenwörth-Traismauer sind Menschen, die über Transit-Route gesprochen haben, lange Zeit lächerlich gemacht worden. Aus gutem Grund, geht es doch schließlich um einen Transport-Landweg Ostsee-Adria.

Aktualisiert ( Freitag, 19. Dezember 2008 um 16:30 ) Weiterlesen...
 

Wir bauen Straßen für Autos - beides können wir uns zunehmend nicht mehr leisten

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Österreich ist führend in der EU, was die Ausstattung mit Autobahnen und den Bau von hochrangigen Straßen betrifft:

Österreich hat mit massiver Umweltverschmutzung zu kämpfen. In weiten Teilen des Landes herrscht im wahrsten Sinn des Wortes „dicke Luft“, fast ein Drittel der Bevölkerung wohnt an „verkehrsbedingten Lärmquellen“. Und der Klimawandel geht weiter.

Der heiligen Auto-Kuh wird viel geopfert, vor allem wirtschaftlicher Hausverstand - wenn Sie sich darauf verlassen wollen, dass es Fachmeinung ist, auf der diese autozentrierte Politik basiert, dann schauen Sie sich doch die UVP-Unterlagen (anno 2003) zum Bau der Donaubrücke S 5-S 33 an.

Hier wird zum Beispiel mit einer Mobilität-Prognose „Trend“ argumentiert, die von folgenden Annahmen ausgeht:
- weiteres Wirtschaftswachstum in der Größenordnung des letzten Jahrzehnts
- eine konstante Weiterentwicklung der Siedlungsstruktur
- keine Einbrüche oder krisenhafte Erhöhung der Energiepreise
- keine wesentlichen Änderungen in der steuerlichen Belastung der AutofahrerInnen
- keine restriktiven Maßnahmen gegen den Kraftfahrzeugverkehr
- eine Überwindung der Stagnation in der Wirtschaftsentwicklung unserer nördlichen Nachbarstaaten
Die wirtschaftliche Realität schaut längst anders aus. Aber die Bau-Lemminge rennen weiter, die Maschinerie der Täuschung läuft, gut geschmiert mit Steuergeld!

Aktualisiert ( Freitag, 19. Dezember 2008 um 17:05 )
 

Natura-2000-Gebiet Abwertung im Sinne des Projekts

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Das Land Niederösterreich führte die NaturverträglichkeitsPrüfung für das Projekt Donaubrücke durch – ein Projekt, das das Land Niederösterreich auch bauen will. Was dann ganz praktisch ist, vor allem wenn es um EU-geschütztes, Natura2000-Gebiet geht.

Zum positiven Bescheid - ein Detail am Rande:
Ein erstes Gutachten „Natura2000-Beeinträchtigung“ im Auftrag des Landes Niederösterreich war schon 1998 vom Forschungsverein Lanius erstellt worden.
Darin werden Trassen-Varianten verglichen und beurteilt. Allerdings ist die Schlussfolgerung daraus nicht im Sinne der verantwortlichen Politiker: die heute gebaute Variante wurde in dieser Expertise als die denkbar schlechteste erkannt und abgelehnt!

Besagtes Gutachten ist auch rasch aus den offiziellen Unterlagen „verschwunden“, ein neues wurde erstellt.

Aktualisiert ( Freitag, 19. Dezember 2008 um 14:28 ) Weiterlesen...
 


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