Feinstaub (PM)* trägt Krebs erregende Schadstoffe (PAKs*) in den Boden!
*) Erklärungen am Ende des Artikels I
I.wissenschaftliche Erkenntnisse
II.österreichische Lösung
III.Gefahrenpotenzial "Transit" für Trinkwasser
I.
Was in der Luft ist, gelangt unweigerlich, zum Beispiel durch Regen, in den Boden – Feinstaub zum Beispiel, der etwa mit Dieselfahrzeug-Abgasen in die Luft geblasen wird. Besonders an diesen winzigen Rußpartikeln hängen sich Schadstoffe in recht großer Menge und besonders fest an, wie etwa PAKs*) unter denen viele Verbindungen als Krebs erregend gelten. Sie reichern sich schleichend in den Böden an und auch an Wurzeln (Aufnahmen Elektronenmikroskop, Uni Tübingen/ Deutschland).
Die Untersuchungen zum Thema sind zum Teil in das große EU-Umweltforschungsprojekt „AquaTerra“ eingebunden, das 45 Kooperationspartner in zwölf EU-Ländern umfasst und vom Zentrum für Angewandte Geowissenschaften (ZAG) und der Attempto GmbH der Universität Tübingen (Deutschland) geleitet wird.
Boden ist mehr als die oberste Schicht der Erdrinde – er ist die Schnittstelle von Erde, Luft und Wasser. Im Boden wachsen Lebensmittel, er ist Wasserfilter-Anlage und zugleich Lebensraum. Der respektlose Umgang mit Mutter Erde hat alarmierende Folgen, denn gerade die Ressource Boden braucht für eine Sanierung – falls diese überhaupt möglich ist – Jahre, oft Jahrzehnte. Ob nun die hohe Feinstaub-Belastung in vielen Regionen zu Langzeitfolgen führt, weil durch die Anlagerung von PAKs*) im Boden das System auch eventuell kippt, kann heute nicht eindeutig beantwortet werden:
Werden die chemischen Verbindungen abgebaut?
Gelangen sie ins Grundwasser?
Welche Gefahr geht von einer schleichenden PAK-Anreicherung im Boden aus?
Die Aufnahme in Nutzpflanzen kann nicht ausgeschlossen werden – wie hoch ist die Gefährdung für Menschen?
Was sind die Folgen für Landwirtschaftsbetriebe? Wie reagieren PAKs auf chemische Dünger, Hybrid-Saatgut, Pflanzen- und Spritzmittel im „toten Boden“ der konventionellen Landwirtschaft? Sind Böden in Bio-, vor allem Demeter-Bewirtschaftung besser geschützt (Mikroorganismen als reinigende Helfer) oder mehr gefährdet?








